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Magdeburg

Ein Familientag in Magdeburg kann vieles sein – aber wer Natur, Bewegung und ein besonderes Ziel verbinden möchte, findet entlang der Elbe die perfekte Kombination. Der Weg des Ausflugtippes führt vom lebendigen Rotehornpark über den idyllischen Elberadweg bis zum „Mäuseturm“ in Prester.

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Die Zuwegung gehört der offiziell zum viel genutzten Elberadweg. Entsprechend viele Radfahrer und Spaziergänger steuern den Mäuseturm an.

Essen mit Blick auf die Elbe
 

Was jahrzehntelang verfiel, wurde aufwendig gerettet: 2021 kaufte der Magdeburger David Gängel das Denkmal, restaurierte es mit großem Engagement und eröffnete 2024 das Restaurant „Mäuseturm“. Außen weitgehend im historischen Originalzustand, innen modern und freundlich – ein spannender Kontrast, der auch im Rahmen des „Tages der Architektur“ viele Besucher anzieht.
Für Familien besonders wichtig: Kinderfreundliche Gerichte stehen auf der Karte. In den kälteren Monaten bieten im Restaurant große Fenster einen freien Blick auf die Elbe. Ist es etwas wärmer lockt eine Terrasse sowie ein kleiner Biergarten zum Verweilen. Gerade am Wochenende empfiehlt sich eine Reservierung – das Restaurant ist oft ausgebucht.
 

Zwischen Natur und Denkmalschutz
 

Der Mäuseturm liegt mitten im Naturschutzgebiet. Das bedeutet: Autos bleiben außen vor – ein echter Pluspunkt für Familien, die mit dem Rad unterwegs sind. Über den Elberadweg ist der Turm bequem erreichbar, und Kinder können die letzten Meter über den Deich meist mit großem Entdeckereifer zurücklegen.

Extra-Tipp: Blick hinter die Kulissen

Wer mehr über die Geschichte des Schöpfwerks erfahren möchte, sollte den Tag der Architektur im Auge behalten. Dann gibt es Führungen durch das historische Gebäude und spannende Einblicke in die Technik und Restaurierung.

Vom Rotehornpark bis nach Prester – dieser Ausflug zeigt Magdeburg von seiner schönsten Seite. Ein Familientag, bei dem der Weg genauso schön ist wie das Ziel.

Wie der Mäuseturm zu seinem Namen kam
 

Belegt ist, dass das Gebäude 1909 als Schöpfwerk für das Wasserwerk Buckau entstand. Doch warum der Name „Mäuseturm“ lässt sich nicht eindeutig zurückverfolgen. Und gerade das macht den Namen auch so charmant. Zwei Erklärungen kursieren, zum einen, die Form des kleinen Turms erinnerte die Magdeburger an die berühmten „Mäusetürme“ am Rhein. Zum anderen, wie manche ältere Presteraner erzählen – weil in dem stillgelegten Schöpfwerk früher tatsächlich viele Mäuse lebten. Welche Version stimmt, bleibt offen. Für Kinder ist es in jedem Fall ein märchenhafter Name, der sofort Fantasie wachruft.

Ein Ausflug, der vieles verbindet

  • Naturerlebnis entlang der Elbe

  • Ein Tag am Mäuseturm ist Bewegung an der frischen Luft

  • Einblick in Magdeburger Geschichte

  • Familienfreundlicher Genuss im Restaurant mit besonderem Ambiente

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Ein Beitrag von
Sebastian Seemann

Start: Rotehornpark – Grünes Herz der Stadt
 

Der Rotehornpark bietet einen idealen Ausgangspunkt für Familien. Große Wiesen, Spielplätze, der Aussichtsturm und der Blick auf die Elbe stimmen auf einen erlebnisreichen Tag ein. Von hier aus führt der Elberadweg gut ausgeschildert und überwiegend befestigt Richtung Süden – ideal für Kinder, ob auf dem eigenen Fahrrad oder im Anhänger.

Auf dem Elberadweg – Natur erleben, ohne Stress
 

Der Abschnitt zwischen Rotehorn und Prester ist kinderfreundlich, flach und landschaftlich reizvoll. Zwischendurch gibt es immer wieder Möglichkeiten, anzuhalten: für ein Picknick, einen Blick aufs Wasser oder, wenn man Glück hat, einen vorbeiziehenden Biber und viele andere Tiere. Da der Weg direkt am Fluss entlangführt, ist dieser sehr abwechslungsreich – und dank der guten Beschilderung kaum zu verfehlen.
 

Ziel erreicht: Der Mäuseturm in Prester
 

Plötzlich taucht er auf: Ein rot geklinkerter Turm mit märchenhaftem Charakter. Der „Mäuseturm“ steht eingebettet in ein Naturschutzgebiet direkt am Elbufer und wirkt fast wie ein verwunschenes Wasserschlösschen. Kinder bleiben oft schon beim Namen stehen: Mäuseturm? Warum eigentlich?

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Das ehemalige Schöpfwerk verfiel jahrzehntelang. Inzwischen ist es umfassend saniert und erstrahlt außen weitgehend im Originalzustand von vor rund 120 Jahren.

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